Kooperation macht schnelle Produktion der Anlagen zur Herstellung für den Coronavirus-Impfstoff von CureVac möglich

Der mRNA-basierte COVID-19-Impfstoffkandidat CVnCoV der Firma CureVac kommt aus Tübingen, die Behälter, in denen der Impfstoff produziert wird, aus Freiberg am Neckar. Im Rahmen der Zusammenarbeit hat der Behälterspezialist Raff & Grund sowie das Automatisierungsunternehmen Blaich Automation nun drei weitere Linien mit Behältern für das biopharmazeutische Unternehmen fertig gestellt. Für den laufenden Auftrag werden in den nächsten Wochen und Monaten weitere Behälter folgen.

„Innovation im Pharmabereich trifft auf Spitzentechnologie“ – so lässt sich die Zusammenarbeit von CureVac und Raff & Grund und Blaich Automation beschreiben.

Der CureVac-Impfstoff basiert auf der neuartigen mRNA-Technologie, die den menschlichen Körper anleitet, seine eigenen Abwehrmechanismen zu aktivieren. Dazu wird der Botenstoff mRNA verwendet, der die Bauanleitung für die Herstellung von Proteinen enthält. Für den COVID-19-Impfstoffkandidaten CVnCoV von CureVac wurde die mRNA so programmiert, dass sie als Gebrauchsanweisung für die Produktion des so genannten Spike-Proteins dient, einem Schlüsselprotein der COVID-19-Impfstoffentwicklung. Nach der Injektion des Impfstoffs und der körpereigenen Produktion des Spike-Proteins erkennt der Körper das Protein als etwas Fremdes und aktiviert daraufhin seine Immunzellen, um Antikörper und T-Zellen dagegen herzustellen. Auf diese Weise ahmt der Impfstoff die natürliche Virusinfektion nach und aktiviert das Abwehrsystem des Körpers. CVnCoV befindet sich derzeit in der klinischen Phase 2b/3 zur Prüfung der Sicherheit sowie Wirksamkeit des Impfstoffes, eine Zulassung strebt das Unternehmen im zweiten Quartal 2021 an.

Das Herzstück der Anlage bildet die Steuerung, welche sämtliche angegliederten Prozesse steuert und überwacht. Alle Prozessrelevanten Daten werden in einem SCADA System abgespeichert und für eine Rückverfolgbarkeit archiviert. Die hauptsächlich mobilen Behälter sind alle mit hygienischen Magnet-Rührwerken, moderner Sensorik und Steuerungen ausgerüstet. Zusätzlich zu den mobilen Behältern werden Skids (festinstallierte Behälter mit fertig verrohrten Pumpen, Wärmetauscher, Sterilfilter, etc.) für den Ansatz sowie zur CIP(Cleaning in Place)-Reinigung hergestellt. „Wichtig war für uns vor allem, dass wir termingerecht die Anlagen erstellt bekommen und dass  alle Kundenanforderungen zeitgleich zur Produktion umgesetzt werden“, sagte Geschäftsführer Daniel Blaich.

Bemerkenswert ist die schnelle und unkomplizierte Zusammenarbeit sowie die stets schnelle Reaktion und Umsetzung. Hierdurch kann der Liefertermin der weiteren Anlagen sogar schneller realisiert werden als ursprünglich geplant.“  sagte Heiko Klever, Leiter Process Engineering bei CureVac.

Durch die gute Zusammenarbeit mit Raff & Grund konnten wir innerhalb von nur 18 Wochen die Anlagen konzipieren, bauen und alle Werksabnahmen (IQ-FAT) termingerecht durchführen. Ab jetzt können alle drei bis vier Wochen weitere zwei bis drei Linien für die Impfstoffproduktion geliefert werden.

An der Stelle möchten wir auch unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken, die in den letzten Monaten einen großartigen Einsatz gezeigt und damit die schnelle Auftragsumsetzung erst ermöglicht haben.